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Freilichtmuseum Gutach

Die Sprache von Material und Konstruktionen bestimmt die ästhetische Erfahrung des Freiluftmuseums Gutach. Das Holz der Weißtanne zeigt in der Vielfalt der Einsatzformen die wunderbare Qualität und Schönheit dieses traditionsreichen wie modernen Schwarzwälder Bau-Stoffes.

Rund 600 Festmeter Tannenholz wurden in diesem Gebäude verarbeitet. Das mehrfach schräge, windschiefe konstruktive Kräftespiel zeigt „Holz-High-Tech-Präzision“ und Perfektionen, die von herausragenden Zimmerleuten aufs sorgfältigste bearbeitet wurden.

Vom nackten Baumkörper der 20 m hohen „Stele“ über verschiedenste konstruktive Elemente als massives Vollholz oder spezifisch gefertigtes Leim-Holz; vom astigen Gebälk bis zu klaren schöngemaserten astfreien Schalungsbohlen der Dach- und Wandhäute oder des massiven Tannen-Fußbodens; vom Fensterelement bis zu massiven astfreien Schreinerbauteilen und wunderschön geprägten Furnierbildern der Möbel, Tische, Vitrinen; es fasziniert ein Holz mit hoher statischer Festigkeit, Eleganz, prägnant strukturierten Maserungsbildern und einer samtigen Oberfläche.

Die weit ausgreifenden Vordachkonstruktionen leisten den konstruktiven Wetter- und Holzschutz, so dass auf chemische Behandlungen weitgehend verzichtet werden kann: Bauteile, Schalungen und Fenster sind wartungsarm verarbeitet.

Die verleimten filigranen Elemente des Dachgebälks sind als geometrisch aufwändige „Windschiefe Ebenen“ in komplizierten „Schiftungen“ zu den von horizontaler Traufe zur schräg emporkletternden Pfette als sich aufwölbende Dachformen verzimmert. Genauigkeit und Qualität der komplizierten Schräg-, Schifter- und Hexenschnitte der Hölzer sind beachtenswerte Zimmererleistungen.



FOTOSTRECKE

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Architekt: WERKGRUPPE LAHR: Klaus Meyer, Carl Langenbach, Jürgen Dittus, Ferdinand Jegal, Josef Montabon